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18.5.18

Auetal-Radler auf Tour an der Ostsee

Bereits seit 5 Jahren besteht unsere Auetaler-Radlergruppe aus hauptsächlich ehemaligen Fußballern. Nachdem wir im letzten Jahr eine Tour von Lübeck nach Stralsund gemacht hatten, wollten wir in diesem Jahr mal die andere Seite der Ostsee befahren. So trafen wir uns am Montagmorgen beim „Aukröger“ und los ging es mit 10 Personen zum Bahnhof nach Winsen bei herrlichen Sonnenschein. Das verladen der Räder in den Zug ist immer wieder ein Erlebnis. Erstmal das Abteil für Fahrräder finden und die Fahrräder richtig abstellen. Am Hauptbahnhof in Hamburg dann per Fahrstuhl mit unseren Rädern zum nächsten Bahnsteig zur Weiterfahrt. Alles verstaut und ab ging es zum Ausgangspunkt unserer Fahrradtour nach Flensburg. Werner Beecken und Bernd Schäfer hatten alles gut geplant und brachten uns zu unserem vorgebuchten Hotel.

Den ersten Tag verbrachten wir dann in Flensburg und sahen uns die Innenstadt an und waren überrascht, wie groß und schön die Fußgängerzone war. Nach einem kurzen Imbiss wollten wir noch mal mit dem Rad an den Ostseestrand und auch zur nahen Grenze zu Dänemark. Zuerst erreichten wir den sehr schönen Strand Wasserleben und bei diesem schönen warmen Wetter badeten schon einige Personen. Unsere kleine Radtour ging dann noch zur Grenze und hier konnten wir noch das kleine deutsche und auch das dänische Grenzhaus bewundern. Dazwischen war eine kleine Brücke, die wir überquerten und auf dänischen Gebiet fuhren wir noch ein bisschen weiter. Als unser Weg nicht weiter- führte und eine Treppe auf einen nahen Berg führte hielten wir an und schauten jungen Sportlern beim Leichtathletiktraining zu. Sie mussten mehrere Läufe die Treppe rauf und runter absolvieren und da erinnerten sich bei einigen Fußballern an die legendären Trainingsläufe den Hamberg rauf und runter. Von hier aus hatten wir auch einen schönen Blick über die Flensburger Förde mit dem Flensburger Hafen. Den Tag beendeten wir mit einem deftigen Essen und ein gutes Bier in einer Brauerei-Gaststätte.



Am 2. Tag begann nun unsere Radtour und von Flensburg ging es nach Kappeln. An den Gebäuden der Flensburger Verkehrssünderkartei vorbei ging es zuerst nach Glücksburg. Claus Beecken hatte sich von unserem Ehrenmitglied und früheren Fußballobmann Ernst Riedel seine neue Adresse besorgt und nun wollten wir Ernst erstmal besuchen. Die Wohnung von Ernst lag in Glücksburg genau auf unsere Route und wir trafen ihn und seine Frau auch an. Ernst war überrascht, Besuch von seinen „Jungens“ zu bekommen. Er war sichtlich gerührt und konnte es auch nicht verbergen und nach einem Klönschnack sind wir dann weitergefahren. Die Wasserburg von Glücksburg war unser nächstes Ziel. Eine herrlich gelegene Burg mit einem großen Parkgelände konnten wir bestaunen. Durch hügelige Waldgebiete kamen wir zum kleinen beschaulichen Strandbad Bockholm. Bis zum Campingplatz Gelting machten uns die häufigen Steigungen doch manchmal ganz schön zu schaffen. Bei einer Trinkpause erzählte uns dann der Verwalter vom Campingplatz, dass die letzten 35 km bis nach Kappeln nicht so hügelig sind. Nach gut 70 km waren wir dann in unserem Hotel in Kappeln angekommen. Am Abend schauten wir uns Kappeln und insbesondere noch den Hafen an.



Am 3. Tag ging es von Kappeln über die große Klappbrücke zum nächsten Etappenziel Eckernförde. An der Schleimündung entsteht ein ganz neues Feriendomizil mit modernen Häusern und Strand. Weiter, hauptsächlich an der Ostseeküste entlang, erreichten wir das Strandbad Schönhagen. Wieder bei Sonnenschein und einem kühlen Getränk bestaunten wir das doch schon rege Strandleben. Als nächstes erreichten wir Damp 2000 und hier ging doch schon alles recht professionell zu. Großartige Anlagen verweilen zum Halten und genießen. Wir gönnten uns ein Fischbrötchen und beobachteten auch hier das Treiben genüsslich. Weiter ging die Fahrt etwas abseits der Ostsee. Auf einem Gutshof machten wir bei leckerem Kuchen eine Kaffeepause und dabei beschlossen wir, einfach mal von der normalen route abzuweichen und zur Ostsee runter zu fahren. In dieser Region waren viele Campingplätze und auf einem erzählte uns ein Camper, dass wir hier an der Ostsee, zwar etwas beschwerlich und ca. 500 m müssten wir am Strand schieben, auf einen Wanderweg weiterfahren könnten. Wir probierten es und der Camper hatte recht, die Gegend war schön und der Weg war nicht ganz einfach zu fahren. Spaß, hat es allemal gemacht und kurz vor Eckernförde erreichten wir dann auch wieder unseren normalen Weg. Eine schöne Etappe ging zu Ende und am wunderschönen Hafen genossen wir erstmal ein schönes Bier. Wir waren überrascht wie schön Eckernförde ist. Am Abend ein schöner Spaziergang durch diese wunderschöne Stadt und ein leckeres Essen beim Italiener.



Nun folgte die letzte Tour von Eckernförde nach Kiel. Erst abseits, die Ostsee konnte man nur teilweise mal von weiten sehen, ging es auf der Bäderstraße bis Dänisch-Nienhof. Da wurde es uns zu langweilig und wir fuhren zu einem kleinen Strand mit einer Strandbar runter. Der Strand war wirklich klein, aber es war sehr gemütlich dort. Nach der Pause zeigte ein Hinweisschild bis zum nächsten Ort eine Strecke direkt an der Küste. Das mussten wir natürlich ausprobieren. Zuerst führte der schöne Weg durch einen kleinen Wald immer bergauf und als wir auf die Lichtung kamen, sahen wir die wunderschöne Steilküste. Der Weg wurde immer schmaler und wenn man zum Wasser schaute, ging es ganz schön tief runter. Manch ein Wanderer wird gedacht haben, was sind denn das für „Verrückte mit dem Rad“. Wir waren dann froh, dass wir abbiegen konnten zum nächsten Ort. Von dort fuhren wir direkt nach Kiel. Einen Abstecher nach Schilksee machten wir dann doch noch und waren beeindruckt von der dortigen Anlage der ehemaligen Olympia-Regatten-Strecke. Kurz vor Kiel hat Rolfi’s Reifen wieder schlapp gemacht und die Handwerker mussten wieder eingreifen. Nach einer ¼ Stunde ab zum Hafen, denn es kamen dunkle Wolken auf. 300 m vorm Bahnhof war es dann so weit, der erste Regen. Untergestellt und weiter, wieder Regen und diesmal mit Donner zwangen uns zum 2. Stopp. Als es ein bisschen aufhellte, unternahmen wir den nächsten Versuch und schafften es bis zum Bahnhof. Nur Rolfi und Claus hatten mehr riskiert und mussten sich im Bahnhof umziehen. Bis zur Abfahrt unseres Zuges immer wieder Wolkenbrüche mit Gewitter. Was hatten wir für ein Glück, auf unserer Radwandertour von Flensburg bis nach Kiel nur schönes Wetter und als wir in Winsen ankamen hatte sich der Regen verzogen. Zum Abschluss noch zum Griechen in der Stadthalle und eine sehr schöne harmonische Fahrt ging damit zu Ende.


Die 3 Streckenkarten

- erstellt von Hermann Kruse am 18.5.2018 11:25 -